Über die Laternen

Eine romantische Überraschung für die Hochzeit

Der schönste Tag im Leben wird meist bis in die späten Nachtstunden gefeiert. Um dem frischgebackenen Ehepaar zum Ende des Hochzeitstages noch eine unvergessliche Überraschung zu bereiten, eignen sich Himmelslaternen. Diese Himmels-Lampions ähneln im Aussehen einem Heißluftballon und auch das Prinzip ist ganz ähnlich. Unter dem Laternenkörper aus dünnem Papier ist eine brennende Kerze befestigt. Die erwärmte Luft füllt die Sky-Laterne und bringt sie so zum Steigen. Ein unvergesslicher Anblick am nächtlichen Himmel, der dem Brautpaar viel Glück für ihre Ehe bringen soll. Ebenfalls Glück bringen sollen Wasserlaternen. Diese Laternen aus dünnem Seidenpapier werden zusammen mit einem Brennkörper in einem Gewässer, beispielsweise einem kleinen See oder einem Teich, abgesetzt. Unter der Laterne ist ein Schwimmkörper angebracht, mittels dem die Laterne auf dem Wasser schwimmt. Sowohl bei den Himmels- als auch bei den Wasserlaternen ist selbstverständlich Vorsicht geboten, um eventuelle Unfälle zu vermeiden.

Worauf ihr achten müsst

Genehmigungen und Einschränkungen

Himmelslaternen in die Lüfte steigen zu lassen, soll traditionell Glück und Gesundheit bringen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich dieser Brauch aus dem asiatischen Raum auch hierzulande besonders bei der Hochzeitsfeier eingebürgert hat. Doch was ist beim nächtlichen Einsatz von Sky-Laternen zu beachten? Vorab sei gesagt, dass es in Deutschland kein generelles Verbot gibt, Himmels-Lampions steigen zu lassen. Doch in den meisten Bundesländern sind Himmelslaternen nur eingeschränkt oder sogar komplett verboten. Wer nach Vorschrift handeln möchte, der muss sich vor dem Steigenlassen der Sky-Laternen eine Genehmigung vom örtlichen Ordnungsamt besorgen, die jedoch in der Regel leider nicht gegeben wird. Aus Gründen des Brandschutzes dürfen die fliegenden Laternen auf keinen Fall in der Nähe von leicht entflammbaren oder explosiven Plätzen oder Gegenständen steigen gelassen werden. Dazu gehören Wälder, trockene Wiesen, Gebäude aus Holz, Tankstellen oder auch Hochspannungsmaste. Zu beachten ist, dass die Lampions je nach Wetterlage eine Strecke von bis zu einem halben Kilometer zurücklegen können. Die Warnhinweise, die den Sky-Laternen beiliegen, sind auf jeden Fall sorgfältig zu lesen und zu beachten.

Wie es funktioniert

Eine kleine Anleitung für Himmelslaternen

Bevor die Himmelslaternen in die Lüfte geschickt werden, bedarf es ein wenig Vorbereitung. Am besten wird hierbei im Team von zwei bis drei Leuten gearbeitet. Die Laterne ist aus schwer entflammbarem, sehr dünnem Seiden- bzw. Reispapier. Deshalb muss sie sehr vorsichtig behandelt werden, damit es zu keinen Rissen im Papier kommt. Der Lampion wird vorsichtig aus der Verpackung genommen und behutsam entfaltet. Am Boden des Flugkörpers wird an einem Drahtkreuz der Brennkörper, meist eine quadratische Baumwollkerze, befestigt. Diese wird gleichmäßig, also an allen vier Ecken, angezündet. Am einfachsten geht dies, indem eine oder zwei Personen den Flugkörper festhalten und eine dritte Person die Baumwollkerze anzündet. Während die brennende Kerze die Luft erwärmt, die langsam in den Lampion strömt, muss dieser weiterhin am oberen Teil festgehalten werden. Auf diese Weise kann die warme Luft die Sky-Laterne gleichmäßig füllen. Wenn der Flugkörper komplett gefüllt ist, kann die Himmelslaterne losgelassen werden. Die Kerze brennt ca. 8 bis 10 Minuten.